Die fünf Neuen unter sich

21. März 2018 | Berlin
© Carsten Cremer / DKJS
Netzwerktreffen der Referenzschulen (zweite Generation)

Was macht unsere Schule besonders? Welches Wissen haben wir, das wir an andere Schulen weitergeben können und wollen? Wie lässt sich dieses Wissen vermitteln? Am Dienstag, den 27. Februar 2018 trafen sich Schulvertreterinnen und -vertreter der fünf neuen Referenzschulen in der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, um sich über mögliche Inhalte und Formate der Wissensweitergabe auszutauschen.

Gastgeber war das Landesprogramm Kulturagenten für kreative Schulen Berlin. Konzipiert und moderiert wurde der Tag von der Referenzschul-AG. Sie setzt sich zusammen aus Manuela Kämmerer, Programmleitung, und den Kulturagent*innen Anne Krause, Carsten Cremer und Karin Schreibeis. Gemeinsam mit den Schulteams und deren jeweiligen Kulturagent*innen entwickelten sie einen Fahrplan für die Formatentwicklung. Als externer Beraterkreis steht die Jury, die die Referenzschulen zertifiziert hat, zur Verfügung. Dieser Arbeitskreis berät das Programm und die AG bei zentralen Fragestellungen rund um die 15 Berliner Referenzschulen. Dazu gehören Fragen wie: Was können Inhalte für Fortbildungen sein? Wie zahlen die Referenzschulen auf bildungspolitische Herausforderungen ein? Wie kann Prozesswissen multipliziert werden? Welche Form der Unterstützung benötigen die Schulen?

Zwei Prozesse übereinanderlegen

„Die grundsätzliche Herausforderung für uns besteht darin, dass wir die erste und die zweite Generation von Referenzschulen auf den gleichen Stand bringen wollen. Die erste Generation ist schon seit zwei Jahren dabei, ihre Erfahrungen in der Prozessentwicklung in Fortbildungen und Netzwerktreffen einzubringen und miteinander auszutauschen. Zehn Fortbildungsveranstaltungen haben seitdem im Rahmen der Reihe re:ferenzen / re:sonanzen stattgefunden. Die fünf neuen Schulen der zweiten Generation haben es nun zwar einfacher, da die Ziele und das Vorgehen wesentlich klarer definiert sind als zu Beginn des Programms. Sie haben allerdings viel weniger Zeit für die Entwicklung ihrer Fortbildungsformate. Das ist eine spannende Herausforderung – zeitlich wie inhaltlich,“ fasst Kämmerer die wichtigsten Punkte ihrer Arbeit mit den Referenzschulen zusammen.
Die Veranstaltungsreihe re:ferenzen / re:sonanzen geht ab Herbst 2018 in die zweite Runde. Die alten Referenzschulen bekommen zum zweiten Mal die Möglichkeit, eine Fortbildung anzubieten; die neuen Referenzschulen steigen dann zum ersten Mal „in den Ring“. „Ein Novum ist, dass wir diesmal über den Weg der anerkannten Fortbildung gehen wollen. Wir wollen dahin kommen, dass Referenzschulen ihr Wissen darüber, wie man ein eigenes künstlerisch-kulturelles Schulprofil entwickeln kann, an alle interessierten Berliner Schulen weitergeben können,“ sagt Kämmerer. „Auch in der Entwicklung der Formate gehen wir neue Wege. Die zehn erfahrenen Referenzschulen entwickeln in schulspezifischen Workshops ihre Angebote weiter und verdichten ihre Erfahrungen.  Die neuen Schulen waren im Rahmen des Netzwerktreffens aufgefordert, erste Ideen zu formulieren und untereinander kollegial zu beraten.“

Vielfältige Ideen

Die teilnehmenden Schulen nutzten den Tag sehr intensiv und kamen mit der Konzeption ihrer Veranstaltungen gut voran. Erste Ideenskizzen reichten von theaterpädagogischen Angeboten über die Verbindung von sozialem Lernen mit kultureller Bildung bis hin zu Einblicken in die strukturelle Verankerung von kulturell-künstlerischer Praxis über das Duale Lernen und eine entsprechend veränderte Stundentafel.

Am 7. Juni 2018 kommen dann alle 15 Schulen zum Referenzschulnetzwerktreffen zusammen, um weiter an den Ideen und Konzepten zu arbeiten, sich kollegial zu beraten und einen gemeinsamen Blick auf die gemeinsame Reihe re:ferenzen / re:sonanzen im Schuljahr 2018/2019 zu werfen.

Termine

20.06.2018–22.06.2018, 18:00 Uhr

WIR - MORE THAN ARTS FESTIVAL 2018